Katholischen Ferienfreizeiten bleiben beliebt

Über 17.000 Kinder und Jugendliche nutzten in den Ferien die Angebote des Bistums. Mehrere tausend Ehrenamtliche waren im Einsatz.
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Die DPSG-Ferienfreizeit „Grünen Welle XXL“ hat im schwedischen Kragenäs stattgefunden. Auf dem Bild sind die Teilnehmenden mit französischen Pfadfinder*innen beim gemeinsamen Lagerfeuer zu sehen. Bild: Lara Went, DPSG/PSG

Nach den Sommerferien zieht die katholische Kirche im Bistum Münster eine positive Bilanz der diesjährigen Ferienfreizeiten: rund 17.500 Kinder und Jugendliche haben die Angebote der katholischen Jugendverbände, Ferienwerke, Pfarreien und anderer kirchlicher Träger genutzt. Über 4.600 qualifizierte Gruppenleitungen und ehrenamtlich Helfende haben 2026 rund 315 Sommerferienfreizeiten ermöglicht. 

„Tausende Kinder aus unserem Bistum haben in den letzten Wochen erlebt, wie schön es ist, mit Gleichaltrigen die Ferien zu verbringen. Gemeinsam haben sie viel Neues entdeckt, sich sozial weiterentwickelt und Freundschaften geschlossen. Ich danke allen Ehrenamtlichen, die diese unvergesslichen Erlebnisse ermöglicht haben“, sagt Chiara Beyer, Vorsitzende vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) der Diözese Münster. 

 

Freiwilliges Engagement macht es möglich 

Um den Kindern und Jugendlichen unbeschwerte Ferien zu bereiten, investieren ehrenamtliche Gruppenleitungen einen erheblichen Teil ihrer Freizeit. Sie absolvieren neben Schule, Studium oder Beruf spezielle Qualifizierungen, planen monatelang Programme und begleiten die Kinder und Jugendlichen mehrere Wochen in den Ferien - oft rund um die Uhr. Unterstützt werden sie von tausenden hochmotivierten freiwillig Engagierten, etwa in der Küche, bei Logistik, Materialverwaltung, Fahrdiensten oder Organisation.

So hat zum Beispiel der Malterer Hilfsdienst Diözesanverband Münster mit dem Sanitätsdienst auf Ameland die medizinische Versorgung für die zahlreichen Ferienfreizeiten sichergestellt. Das Pastoralteam des Bistums Münster hat zusammen mit Pfarrer Karten Weidisch und engagierten jungen Erwachsenen während der gesamten sechs Sommerferienwochen insgesamt 75 Gottesdienste für Gruppen gestaltet und gefeiert und war zudem Anlaufstelle für alle Ferienfreizeiten auf der niederländischen Nordseeinsel.

„Die freiwillig Engagierten setzen schon in der ersten Jahreshälfte viel freie Zeit bei der Vorbereitung ein. Sie besuchen Fortbildungen, und gerade in diesem Jahr haben viele an unseren Gewaltschutzwerkstätten teilgenommen, um für ihre Freizeit ein Rechte- und Schutzkonzept zu erstellen. Sie werden bei unseren Fortbildungen sensibilisiert für die unterschiedlichen Risikofaktoren und Gewaltformen und überlegen sich dann im Team Maßnahmen, damit die Freizeiten sicher zum Wohl, zum Schutz und zur Freude der Kinder durchgeführt werden können,“ so Beate Willenbrink, Leiterin des Sachgebiets Jugendpastoral im Bistum Münster.

Unbeschwerte Urlaubszeit für alle Kinder und Jugendlichen

 

Die katholischen Ferienfreizeiten sind ein Beispiel dafür, wie junge Menschen durch ehrenamtliches Engagement zu einer nachhaltigen und gemeinschaftsorientierten Gesellschaft beitragen – jeden Sommer ganz praktisch und nah vor Ort: Qualifizierte Gruppenleitungen engagieren sich mit viel Liebe, Elan und Kreativität für die Ferienprogrammen. Sie übernehmen freiwillig Verantwortung, damit Kinder und Jugendliche ihre Freizeit mit Spiel, Spaß und ohne Leistungsdruck verbringen können.  

Finanzielle Unterstützung erfahren Ehrenamtliche durch Mittel für den Sonderurlaub. Berufstätige können sich bis zu acht Tage im Jahr freistellen lassen und sich auf Antrag einen Teil ihres Verdienstausfalls aus Mitteln des Kinder- und Jugendförderplans des Landes Nordrhein-Westfalen erstatten lassen. 

Die katholischen Trägerorganisationen halten die Kosten für ihre Ferienangebote trotz allgemein gestiegener Kosten niedrig, damit möglichst viele junge Menschen die Möglichkeit haben mitzufahren. Bei Bedarf gibt es auch finanzielle Unterstützung. Die abwechslungsreichen Programme aus Bewegung, Spielen und Kreativprojekten stärken soziale Fähigkeiten, fördern das Gemeinschaftsgefühl und einen respektvollen Umgang miteinander. Sie richten sich an Kinder jeder Konfession und Herkunft.