Junge Menschen sprechen für sich selbst

BDKJ-Vorsitzender Andonie zieht überwiegend positives Fazit zur Jugend-Vorsynode in Rom
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Thomas Andonie, BDKJ-Bundesvorsitzender (Bild: BDKJ-Bundesstelle)

Am 25. März ging in Rom die Vorsynode zum Thema „Die Jugendlichen, der Glaube und die Berufungsunterscheidung“ zu Ende. Thomas Andonie, Vorsitzender des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), war als einer von zwei Delegierten von der Deutschen Bischofskonferenz nominiert worden und zeigt sich größtenteils zufrieden mit dem Ergebnis.

„Ich durfte viele Menschen aus der ganzen Welt kennenlernen. Bei den Diskussionen wurden viele Gemeinsamkeiten, aber auch einige Unterschiede, erkennbar. Für mich wurde greifbar, warum die Kirche ‚Einheit in Vielfalt‘ braucht, erklärt der 27-Jährige. Dass Papst Franziskus für eine ‚heilsame Dezentralisierung‘ werbe, sei in den Gesprächen der jungen Menschen durchweg positiv bewertet worden.
Am Samstag ist das Abschlussdokument der Vorsynode veröffentlicht worden. Andonie zeigte sich überwiegend zufrieden mit den Ergebnissen: „Wichtige Forderungen des BDKJ und seiner Jugendverbände wurden von vielen jungen Menschen geteilt und stehen nun im Enddokument: Junge Menschen können für sich selbst sprechen, Frauen müssen in Kirche und der ganzen Gesellschaft gleichberechtigt werden, Vielfalt ist Reichtum und verdient Wertschätzung.“

Verwunderung löste allerdings die finale Phase der Erstellung des Dokuments beim Bundesvorsitzenden des BDKJ aus. Nicht alle Delegierten hatten die Möglichkeit, die Änderungen am Abschlussdokument vorher einzusehen und eine Diskussion über diese Änderungen ist dann auch nicht mehr möglich gewesen. „In unseren Jugendverbänden machen wir durchweg gute Erfahrungen mit echter Partizipation durch junge Menschen. Auf Ebene der Weltkirche sehen wir da noch großes Potenzial“, so Andonie.

Die Forderung des BDKJ gleich viele Jugendvertreterinnen und Jugendvertreter wie Bischöfe zur Jugendsynode im Oktober einzuladen, hatte bei der Vorsynode viel positiven Wiederhall gefunden. Einige Delegierte aus unterschiedlichen Ländern hatten eine Ergänzung des Schlußdokuments um diese Forderung gewünscht. Warum die Redaktionsgruppe diese dennoch nicht aufnahm, blieb für Andonie unklar.
„Ich bin sehr dankbar für die vielen Begegnungen und die gemeinsame Arbeit in Rom“, resümiert Andonie die Woche der Vorsynode. Zum ersten Mal hatte der Vatikan junge Menschen direkt mit in die Vorbereitung einer Synode eingebunden.

Der BDKJ als Dachverband der katholischen Jugendverbände wird die weiteren Schritte bis zur Synode im Herbst aktiv begleiten. Dazu gehören beispielsweise die Diskussion der Vorsynoden-Ergebnisse bei der BDKJ-Hauptversammlung vom 03.-06. Mai 2018 in Altenberg und in Kooperation mit der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) die Übersetzung des Abschlussdokumentes der Vorsynode in die deutsche Sprache und dessen Veröffentlichung auf www.bdkj.de.

Text: BDKJ-Bundesstelle