„Es muss eine Synode der Jugend werden!“

BDKJ begrüßt die vielen jugendverbandlichen Themen im heute veröffentlichten Arbeitsdokument zur Jugendsynode / Unklar bleibt die Beteiligungsmöglichkeit junger Menschen
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Bild: BDKJ-Bundesstelle

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) begrüßt die Themenauswahl des Vatikans für das Arbeitsdokument zur Jugendsynode. Das Dokument war am heutigen Dienstag veröffentlicht worden. Offen bleiben hingegen Fragen nach der Beteiligung junger Menschen bei der Jugendsynode im Oktober in Rom.

Mit der Veröffentlichung des Arbeitsdokuments (Instrumentum laboris) geht der Vatikan den nächsten Schritt bei der Vorbereitung der Jugendsynode. Das Dokument bildet die Grundlage für die Gespräche bei der Synode im Oktober in Rom. „Wir sind froh, dass die Themen aufgenommen wurden, die junge Menschen bewegen“, erklärt BDKJ-Bundesvorsitzender Thomas Andonie. „Junge Menschen wollen über die Rolle der Frau in Kirche und Gesellschaft diskutieren – das wurde zuletzt bei der Vorsynode deutlich. Die prominente Aufnahme dieses Themas in das Arbeitsdokument zeigt, dass der Vatikan bereit ist, in die Diskussion einzusteigen.“

Auch weitere Themen, die unter anderem vom BDKJ eingebracht worden waren, wie beispielsweise ein selbstkritischer Blick der Kirche auf sich selbst, eine Förderung der Dezentralisierung aufgrund regionaler Unterschiede sowie eine Betonung der Wichtigkeit des Engagements für benachteiligte junge Menschen sind im Arbeitsdokument enthalten.

Offen bleibt hingegen die Frage, wie junge Menschen im Oktober in Rom konkret beteiligt werden – obwohl im nun erschienenen Arbeitsdokument sogar betont wird, dass jungen Menschen häufig „eine passive Rolle zugewiesen“ (Arbeitsdokument, Nr. 66) wird. „Die Bischöfe sollten sich nicht um die Chance bringen, direkt und auf Augenhöhe mit jungen Menschen zu sprechen“, erklärt BDKJ-Bundespräses Dirk Bingener. „Nur im Miteinander von jungen Menschen und Synodenvätern wird Neues entstehen können. Die Jugendsynode muss eine Synode der Jugend werden!“ Die Forderung des BDKJ, gleich viele Jugendvertreter*innen wie Bischöfe zur Jugendsynode zu berufen, hatte zuletzt bei der Vorsynode ein positives Echo ausgelöst. BDKJ-Bundesvorsitzender Thomas Andonie, der diese Forderung dort eingebracht hatte, erklärt: „Wir sind gespannt auf die Ideen des Vatikans, wie junge Menschen bei der Jugendsynode eingebunden werden. Wir hoffen, dass in Kürze ein Konzept vorgestellt wird.“

Text: BDKJ-Bundesstelle