„Berufungspastoral für alle – neu denken!“

BDKJ im Austausch mit Synodenteilnehmer Bischof Dr. Felix Genn
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Foto: BDKJ / Christian Schnaubelt

Im Vorfeld der Jugendsynode diskutierten am 22. September 30 Jugendvertreter*innen in Münster mit Bischof Dr. Felix Genn, der als einer von vier deutschen Bischöfen an der Jugendsynode im Oktober teilnehmen wird. Die Veranstaltung des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) legte den Fokus auf aktuelle Fragen in der Berufungspastoral.

Der Bischof von Münster und Vorsitzende der Kommission für Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste der Deutschen Bischofskonferenz, Dr. Felix Genn, freute sich über die Initiative des BDKJ, die Fragen der Berufungspastoral in den Mittelpunkt des Tages zu stellen. Genn zeigte sich offen für das, was die Teilnehmenden ihm mit auf den Weg nach Rom gaben. Dabei betonte er, dass er nicht mit einer vorgefertigten Meinung zur Synode fahre, sondern Wert auf die gemeinsamen Beratungen und Prozesse lege.

Pfarrer Dirk Bingener (BDKJ-Bundespräses), machte deutlich, dass man in den Jugendverbänden Wert darauf lege, in der Berufungspastoral alle jungen Menschen mitzudenken, denn sie alle seien auf vielfältige Weise - Berufene. „Insofern sind Jugendverbände Orte der Berufungspastoral. Denn hier erleben junge Menschen eine für sie tragfähige Gemeinschaft und authentische Begleiter*innen, die ihnen helfen, herauszufinden, wie sie ein Leben führen können, das sie erfüllt“, so Bingener.

Zur Sprache kam auch der fehlende Nachwuchs in den pastoralen Berufen der Kirche, ein klassisches Feld der Berufungspastoral. Dazu hatte die BDKJ-Hauptversammlung im Mai dieses Jahres den Beschluss „Kirche bewirbt sich!“ verabschiedet, indem der BDKJ ein klares Bekenntnis zur Zukunft aller pastoralen Berufe, freie Bewerbungsverfahren über Bistumsgrenzen hinweg, passende Studieninhalte, attraktive Arbeitsbedingungen und Aufstiegsmöglichkeiten sowie vielfältige Einsatzfelder für junge Menschen in der Kirche fordert.

Zu diesem Beschluss nahmen die Referent*innen des Tages: Daniela Engelhard (Leiterin des Seelsorgeamtes Osnabrück), Michael Maas (Direktor des Zentrums für Berufungs-pastoral) und Andreas Strüder (Mentor im Bistum Essen) Stellung. Katharina Karl (Pastoraltheologin in Münster/Benediktbeuern), hatte zuvor aus wissenschaftlicher Sicht in das Thema Berufung eingeführt.

Thomas Andonie (BDKJ-Bundesvorsitzender), der als „Auditor“ an der Jugendsynode teilnehmen wird, fasste für sich als Fazit des Tages zusammen: „Junge Menschen brauchen Räume in Kirche, in denen sie ihre Berufung entdecken können und ein geeignetes personales Angebot vorfinden. Dafür wird es notwendig sein, die Jugend- und Berufungspastoral zukünftig stärker als bisher zusammenzudenken.“

Die Veranstaltung in Münster zum Thema „Berufung“ bildete den Abschluss der vier Hearings des BDKJ im Jahr der Jugendsynode. Im Februar hatte der Bundesverband in Bonn mit Jugendbischof Stefan Oster diskutiert. Im August hatte der Dachverband der kath. Jugend nach Hannover zu einem Gespräch mit Weihbischof Johannes Wübbe zum Thema Jugendsozialarbeit eingeladen. Vor zwei Wochen hatte zudem im Rahmen eines Vernetzungstreffens in München ein Hearing mit Teilnehmenden der Vorsynode stattgefunden.

BDKJ-Bundesstelle