Diözesanvorstand diskutiert Grundsatzpapier zur Situation Geflüchteter mit Ursula Schulte (MdB)

Viel Zuspruch für Forderungen des BDKJ

Mit konkreten Forderungen zur Verbesserung der Situation junger Geflüchteter in Deutschland hatte sich der NRW-Landesverband des BDKJ Ende des vergangenen Jahres an politische Mandatsträger/-innen gewandt. Am 07. März haben sich daraufhin die Diözesanvorsitzenden des BDKJ Münster mit der Bundestagsabgeordneten Ursula Schulte (SPD) auf deren Wunsch hin getroffen, um die zentralen Inhalte des Grundsatzpapiers zu diskutieren.

In großen Teilen stimmte Schulte, die selbst bereits einige Flüchtlingsunterkünfte in ihrem Wahlkreis besucht hat, den Forderungen des BDKJ zu. Diese beinhalten kurz zusammengefasst die bedingungslose Rettung von Menschenleben an den EU-Außengrenzen, die Bekämpfung der Fluchtursachen durch eine echte Friedenspolitik, ein verständliches und gerechtes Asylverfahren und die Orientierung am Kindeswohl und der UN-Kinderrechtskonvention bei allen Entscheidungen, die Minderjährige betreffen.

Die Bundestagsabgeordnete bestärkte den BDKJ in seinem Engagement und äußerte: „Bitte behalten Sie Ihre Vision von einem guten und gerechteren Leben bei.“ Schulte betonte, dass es auch der Wunsch der Politik sei, die Situation in den Herkunftsländern zu verbessern – dies benötige jedoch einfach viel Zeit und Geduld.

Uneinigkeit bestand bei der Einschätzung der Veränderungen, die sich durch das Asylpaket II ergeben haben. Während Schulte darauf verwies, dass sich im Ergebnis die Situation vieler Geflüchteter verbessert habe, betonten die Diözesanvorsitzenden Kerstin Stegemann und Johannes Wilde, dass das Paket für einen anderen Teil der Asylsuchenden zur einer deutlichen Verschärfung derer Situation geführt habe.

Insbesondere darüber, dass sowohl die Politik als auch die Medien sensibel auf ihre Sprachwahl bei der Behandlung der aktuellen Problematik achten müssten, waren sich die Diskussionspartner aber einig. Außerdem lobte der BDKJ-Diözesanvorstand das im europäischen Vergleich große Engagement Deutschlands und betonte: „Gerade in der aktuellen Zeit ist es wichtig, nicht einzuknicken und etwa die Liste der sicheren Herkunftsländer ohne ausreichende Prüfung zu erweitern, nur um kurzfristig Signale zu setzen.“

Das vollständige Grundsatzpapier des BDKJ-Landesverbandes NRW gibt es hier.

Text und Foto: BDKJ Diözese Münster
08.03.2016

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