BDKJ Münster unterstützt seine Mitgliedsverbände bei der Arbeit mit Geflüchteten

Mit viel Verständnis an die Arbeit

Der Bund der deutschen katholischen Jugendverbände im Bistum Münster (BDKJ) hat seine Mitglieder am Samstag, 13. Februar 2016, zu einer Fachveranstaltung zum Thema „Arbeit mit Geflüchteten“ eingeladen. Einen Arbeitsschwerpunkt auf dieses Themenfeld zu legen, haben die Verbände im vergangenen Jahr beschlossen. Mit der Veranstaltung und einer erstmalig aufgelegten Arbeitshilfe unterstützt der BDKJ seine Mitgliedsverbände dabei, sich systematisch auf die Vorhaben in den eigenen Verbänden vorzubereiten.

Delegierte aus einem Großteil der Verbände waren der Einladung des BDKJ gefolgt und nutzten die Gelegenheit, Hintergrundwissen zur Situation der Geflüchteten in Deutschland und praktische Hilfestellungen für ihre Jugendarbeit zu bekommen. Janine Heupel vom BDKJ-Stadtverband Köln berichtete über die aktuelle Situation insbesondere junger Geflüchteter in Deutschland und beleuchtete dazu sowohl rechtliche Hintergründe als auch psychische und soziale Faktoren. Die Teilnehmer erfuhren, was Begriffe wie Residenzpflicht, Aufenthaltstitel und Duldung in der Praxis für ihre Arbeit mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen bedeuten, zum Beispiel im Hinblick auf Freizeitangebote und Ferienfreizeiten. Und auch, bei welchen Stellen sie welche Art von Hilfe bekommen können.

Weil ein großer Teil der Geflüchteten islamischen Glaubens ist, gab Angelica Hilsebein von der Fachstelle Christen und Muslime im Bischöflichen Generalvikariat im Anschluss einen anschaulichen Überblick über die wesentlichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Islam und Christentum. Vertreter der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg Niederrhein Nord (DPSG) und der Flüchtlingshilfe Münster Süd-Ost berichteten im weiteren Verlauf des Nachmittags über gelungene Projekte wie die mit dem Dialogpreis ausgezeichnete Aktionsveranstaltung „Der Niederrhein ist bunt“ der DPSG in Xanten. Außerdem stellte Hamida Steinhaus von der Gemeinnützigen Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender (GGUA) deren Arbeit in Münster vor.

„Wir hoffen, dass wir mit dem Angebot eine weitere, intensive Auseinandersetzung mit dem Thema in den Verbänden angestoßen haben“, betont Johannes Wilde, Vorsitzender des BDKJ Münster, „sei es durch den umfangreichen Input der Referenten oder durch das gegenseitige Voneinander-Lernen durch Erfahrungsaustausch.“

Einige Teilnehmer berichteten bereits von ersten Schritten, Gruppenstunden zu öffnen und Mitgliedsbeiträge freizustellen. Tobias Runge von der DPSG schätzt die kompakt aufbereitete Hilfestellung sehr: „Es ist wichtig, dass die Diözesanebene die Verbände unterstützt und Fragen zu Finanzierung, rechtlichen Aspekten und Haftung klärt, damit die Ortsgruppe weiß, an wen sie sich im Zweifel wenden kann.“

Text und Foto: Birgit Amenda, BDKJ DV Münster
16.02.2016

 
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