#jungesnrw … Freiräume für alle!

Im Rahmen ihrer Kampagne zur Landtagswahl 2017 fordern die NRW-Jugendverbände „Freiräume für alle!“

Volle Stundenpläne, Klausurmarathon und straffe Ausbildungspläne: Spätestens seit der Umstellung auf G8 fordern junge Menschen mehr Zeit, über die sie frei verfügen können. Daher stellt die Landesjugendring-Kampagne #jungesnrw im Oktober Freiräume in den Mittelpunkt. Anlässlich der Herbstferien weist sie darauf hin, wie wichtig Zeit und Raum zum Luft holen für Kinder und Jugendliche ist.

Mehr als Schulzeitdiskussion: Der Landesjugendring NRW begrüßt, dass die Debatte um das Abitur nach acht Jahren wieder Fahrt aufgenommen hat. Allerdings fordert er, dass in Politik und Gesellschaft das Thema „Freiräume“ noch breiter aufgegriffen wird. „Freiräume sind für alle Jugendlichen wichtig. Sie brauchen Orte und Zeit, um sich zu entfalten. Dazu kann Politik einiges beitragen – wir brauchen z.B. einen gemeinsamen freien Nachmittag, eine Anpassung des Lernens an die Bedürfnisse der Schüler_innen und ein konsequentes Einhalten des Jugendarbeitsschutzes“, erklärt Sarah Primus, Vorsitzende des Landesjugendrings NRW.

Das Thema bewegt die Jugendverbände und viele Akteur_innen auf den unterschiedlichsten Ebenen. Deswegen setzt sich das „Bündnis für Freiräume“ auch über den Wahlkampf hinaus für mehr Freiräume ein. „Gerade in der Jugendverbandsarbeit werden Freiräume von und für junge Menschen organisiert – z.B. auf den Ferienfreizeiten jetzt im Herbst und in Gruppenstunden. Diese Freiräume sollten unterstützt werden“, macht Sarah Primus deutlich.

Über #jungesnrw
Die im Landesjugendring NRW zusammengeschlossenen Verbände wollen im Rahmen der Kampagne „#jungesnrw … Perspektive für alle!“ mit den Abgeordneten insbesondere zu den Themen Mitwirkung, Freiräume, gegen Rechts, soziale Teilhabe, Jugendcheck, Nachhaltigkeit, Bildung und Jugendverbandsarbeit ins Gespräch kommen. Dazu heben sie mit der „Forderung des Monats“ jeweils ein Thema besonders hervor, im Oktober ist es die Forderung nach mehr Freiräumen. Neben den inhaltlichen Fragen betonen sie, dass sie für ihre Arbeit eine Erhöhung der Finanzmittel von mindestens 20 Prozent benötigen, um Kostensteigerungen auszugleichen und den Anforderungen gerecht zu werden.

Das Bündnis für Freiräume
Das Bündnis für Freiräume wird von unterschiedlichen Personen wie der Landtagspräsidentin Carina Gödecke, dem DGB-Landesvorsitzenden Andreas Meyer-Lauber und dem Präsidenten des Landessportbundes Walter Schneeloch unterstützt. Vor Ort und auf Landesebene haben bereits vielfältige Aktionen stattgefunden, um das Anliegen zu diskutieren und bekannt zu machen.

Text und Foto: Landesjugendring NRW
06.10.2016