Gemeinsam die Welt besser machen

Aktion Lichtzeichen gegen Hate-Speech und Fake News und für mehr Miteinander
Rund 175 junge und ältere Menschen setzten ein Lichtzeichen und machten sich auf den Weg gegen Hate-Speech, Fake News, für Achtung gegenüber allen Menschen und Gebete für eine bessere Welt.
Rund 175 junge und ältere Menschen setzten ein Lichtzeichen und machten sich auf den Weg gegen Hate-Speech, Fake News, für Achtung gegenüber allen Menschen und Gebete für eine bessere Welt. (Foto: Offizialat/Johannes Hörnemann)

Am Gedenktag des Seligen Kardinal v. Galen setzten der Bund der Deutschen Katholischen Jugend im Landesverband Oldenburg (BDKJ) und die Kirchengemeinde St. Catharina Dinklage am Donnerstag (16.3.) zum wiederholten Mal ein Lichtzeichen. 2017 stand im Sinne der bundesweiten BDKJ-Kampagne „Zukunftszeit“ im Mittelpunkt, dass jeder einzelne Mensch Verantwortung dafür hat, dass die Welt ein noch besserer Platz sein wird.

In der Fastenzeit gebe es die Chance einen Schalter umzulegen, erklärte Jugendpfarrer Holger Ungruhe. „Dass wir die Welt besser machen, in der wir leben. Dass es ein besseres Miteinander gibt, auch da, wo wir politisches herausgefordert werden, wenn rechte Parolen gebrüllt werden“, betonte der Präses des BDKJ. In einem Video mit Papst Franziskus wurden die rund 175  Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen aufgerufen, ihr Bestes zu geben, sonst werde sich die Welt nicht verändern.

Papst Franziskus: Gefährliche Lähmung

Es gebe eine gefährliche Lähmung, die entstehe, wenn man das Glück mit einem Sofa verwechsle, wurde der Papst zitiert. „Ein Sofa, das uns hilft, es bequem zu haben, ruhig und ganz sicher zu sein“, erklärte er im Rahmen des Weltjugendtages 2016 in Polen. „Die Zeit, die wir heute erleben, braucht keine Sofa-Jugendlichen sondern junge Menschen mit Schuhen, noch besser: mit „Boots“ an den Füßen“, sprach Papst Franziskus die junge Generation an. Diese Zeit akzeptiere nur Stammspieler, für Reserve sei kein Platz. „Die Welt von heute verlangt von euch, Vorreiter der Geschichte zu sein, denn das Leben ist immer schön, wenn wir es leben wollen, immer, wenn wir Spuren hinterlassen wollen.“

Nach dem Auftakt in der Dinklager Pfarrkirche machten sich die Teilnehmenden beleuchtet von den Fackelträgern der Messdiener und Pfadfinder mit Zwischenstopps zu Fuß auf den Weg zur Burgkapelle. An jeder Station stellten sie Herausforderungen an die Gesellschaft in den Mittelpunkt, bei denen jeder Mensch selbst beginnen kann, aktiv zu werden. Mit Hate-Speech, gegen die andere stark gemacht werden könnten. Mit Fake-News, deren Wahrheitsgehalt überprüft werden müsse, bevor man die Nachrichten verbreitet. „Damit die Welt besser werden kann, brauchen wir Menschen, die aufeinander achten“, erklärte Ungruhe an der dritten Station, dabei gehe es insbesondere auch um noch fremde Menschen. Angeleitet von Laura Tietzel, BDKJ-Referentin, trainierten die Teilnehmenden im Rahmen einer erlebnispädagogischen Übung den anderen zu achten, indem ihnen als Gruppe Aufgaben gestellt wurden. An der letzten Station beteten die Teilnehmer für eine bessere Welt und für konkrete Personen. Als strahlendes Lichtzeichen entzündeten die Teilnehmen für Gebete und Gedanken eine Kerze in der Burgkapelle.

BDKJ-Aktion: Zukunftszeit - Gemeinsam für ein buntes Land

Die Aktion Lichtzeichen war die bundesweit erste Aktion im Rahmen der BDKJ-Initiative „Zukunftszeit - Gemeinsam für ein buntes Land“. Der BDKJ Bundesverband und die Diözesan- und Mitgliedsverbände möchten bis zur Bundestagswahl insgesamt vier Jahre (etwa 35.000 Stunden) Zeit und Engagement für ein buntes Land sammeln. Kinder und Jugendliche engagieren sich deutschlandweit in ihren verbandlichen Gruppen, in der Gemeinde, in der Schule und darüber hinaus, durch eine Vielzahl von Aktionen für die Integration von Geflüchteten und widersprechen durch konkrete Aktionen jeder Form von Menschenfeindlichkeit. Die Dauer jeder Aktion wird gezählt und summiert. Dabei zählt der zeitliche Einsatz jeder Teilnehmerin und jedes Teilnehmers. Mit der Aktion Lichtzeichen wurden die ersten 350 Stunden Zukunftszeit gesammelt.

Text: Bischöfliches Münstersches Offizialat/Johannes Hörnemann