Es ist Zukunftszeit!

Jugendverbände aus Münster engagieren sich beim Auftakt der Aktion „Zukunftszeit“ in Düsseldorf
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Auftakt Zukunftszeit NRW
"Damit Sie sich kein braunes Ei ins Nest legen": Postkartenaktion des BDKJ NRW in der Düsseldorfer Altstadt. (Bild: BDKJ NRW/Steffi Maier)

Die Kampagne „Zukunftszeit – Gemeinsam für ein buntes Land“ ist mit vielfältigen Aktionen am vergangenen Wochenende in die aktive Phase gestartet: Bis zur Bundestagswahl sind junge Menschen in den katholischen Jugendverbänden und darüber hinaus aufgerufen, 35.000 Stunden Engagement gegen Menschenfeindlichkeit und für die Integration von Geflüchteten zu sammeln.

„Die 35.000 Stunden entsprechen in etwa der Dauer der kommenden Legislaturperiode. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in unseren Verbänden machen so vor der Bundestagwahl deutlich, was sie nach der Bundestagswahl von der Politik erwarten: Den Einsatz für ein offenes, demokratisches, solidarisches und vielfältiges Land“, erläutert die BDKJ-Bundesvorsitzende Lisi Maier. Ob Freizeitangebote für junge Geflüchtete, Demos gegen Rechts oder interreligiöse Angebote – all das sind mögliche Projekte, die die Gruppen durchführen können. „Viele Jugendverbandsgruppen engagieren sich schon jetzt stark in der Flüchtlingshilfe oder gegen Rechtsextremismus. Die Aktion soll dieses Engagement sichtbarer machen und weitere Aktivitäten anstoßen“, ergänzt der BDKJ-Bundespräses Pfarrer Dirk Bingener.

Unter dem Motto „Damit Sie sich kein braunes Ei ins Nest legen“ haben die Diözesanvorsitzenden des BDKJ Diözese Münster e.V., Kerstin Stegemann und Johannes Wilde, mit einer Gruppe des BDKJ NRW Postkarten und Eierfarbe in der Düsseldorfer Altstadt verteilt und Menschen ermuntert, im Herbst wählen zu gehen. „Wir möchten möglichst viele junge Menschen dazu motivieren, ihr Wahlrecht zu nutzen“, erklärt Wilde, „damit am Ende keine populistische Partei über unsere Zukunft bestimmt und wir weiterhin in einer offenen und bunten Gesellschaft leben können.“

Prominente Unterstützung für die Anliegen der Jugend

Erzbischof Dr. Stefan Heße und die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Manuela Schwesig haben die Schirmherrschaft für die Aktion übernommen und unterstützen das Engagement der jungen Menschen. „Jeder Mensch ist wertvoll – ohne Ausnahme. Das ist unsere christliche Überzeugung für die wir mit der Aktion Zukunftszeit des BDKJ und seiner Verbände einstehen“, erläutert Erzbischof Dr. Stefan Heße, Sonderbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Flüchtlingsfragen.

Bundesministerin Schwesig würdigt das Engagement für Geflüchtete: „35.000 Stunden jugendlichen Engagements wären ein weiterer beeindruckender Beweis dafür, wie sehr Deutschland bei der Unterstützung und Integration der Flüchtlingen vom persönlichen Engagement profitiert. Ohne dieses Engagement auch gerade junger Menschen stünden wir bei weitem nicht da, wo wir jetzt stehen. Diesen weltoffenen Geist gilt es in den nächsten Jahren weiter zu bewahren, auch darauf zielt die Aktion Zukunftszeit.

Dezentrale Aktionen, bundesweite Wirkung

Seit September vergangenen Jahres lag der Schwerpunkt bei Zukunftszeit in der „klug-werden-Phase“ auf Bildungsarbeit zu den Themen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und interkulturelle Kompetenz. Seit diesem Wochenende ist die Aktion in die aktive Phase gestartet, um die 35.000 Stunden zu erreichen. Die Gruppen tragen ihre geleisteten Stunden auf der Seite www.zukunftszeit.de ein. Bereits am Auftaktwochenende kamen so über 3.820 Stunden zusammen. Die Aktion Zukunftszeit endet am Wochenende vor der Bundestagswahl mit einer Abschlussaktion in Berlin.

Text: BDKJ, Theresa von Bischopink