„Der Weltjugendtag hat uns alle gestärkt“

Abschluss des XXXI. Weltjugendtags in Krakau
Weltjugendtag Krakau

„Dieser Weltjugendtag hat uns alle im Glauben gestärkt, sei es in der Begegnung mit den Jugendlichen aus aller Welt oder im Dialog zwischen Bischöfen und Jugendlichen bei den Katechesen“, dieses Fazit zog Bischof Dr. Ulrich Neymeyr (Erfurt), stellvertretender Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz bei der Pressekonferenz zum Abschluss des XXXI. „Weltjugendtags in Krakau (30. Juli 2016). Der Weltjugendtag, der am 26. Juli 2016 offiziell eröffnet wurde, endet am Sonntag mit dem Abschlussgottesdienst, den Papst Franziskus gemeinsam mit den Jugendlichen feiert.

„Der Weltjugendtag ist ein starkes Glaubenszeugnis, das uns Mut in unserem Alltag machen wird. Gestärkt fahren wir aus Polen nach Hause“, so Bischof Neymeyr. „Die Gastfreundschaft war überwältigend und schon bei den Tagen der Begegnung erfahrbar. In Krakau kamen die deutschen Jugendlichen mit Pilgern aus aller Welt zusammen und haben gemeinsam gefeiert und gebetet.“ Das sei besonders bei den Veranstaltungen mit Papst Franziskus sichtbar geworden. „Auf der einen Seite gab es die freudigen Feste wie den Dialog von Franziskus mit den Jugendlichen vor dem Papstfenster oder die Willkommensfeier auf der Blonia-Wiese. Andererseits waren da aber auch die stillen Momente, besonders als Papst Franziskus schweigend Auschwitz besucht und dort gebetet hat.“ Bischof Neymeyr würdigte den Besuch von Papst Franziskus in Auschwitz als „eindrucksvolles Zeichen der Versöhnung“ und ergänzte: „Mit einer stillen Geste hat er Großes bewirkt.“

„Beeindruckt hat mich persönlich, wie intensiv sich die Jugendlichen in den Katechesen, aber auch in Begegnungen auf den Straßen mit den unterschiedlichen Facetten des Themas Barmherzigkeit auseinandergesetzt haben. Ich bin davon überzeugt, dass das den Einzelnen, aber auch die Gemeinschaft gestärkt hat.“ Vom Weltjugendtag gingen aber auch starke politische Signale aus: „Angesichts des Terrors und der Gewalt dieser Tage ist der Weltjugendtag als Fest des Friedens, der Freude und der Gemeinschaft sichtbar geworden. Auf den Straßen Krakaus haben sich die Jugendlichen zusammengefunden, dem anderen ihre Nation und Glaubenskultur nähergebracht und so in der direkten Begegnung ganz selbstverständlich zusammengefunden. Das ist ein wirksames Mittel gegen jede Form des Nationalismus“, so Bischof Neymeyr.

„Der Papst hat uns bei diesem Weltjugendtag aus dem Herzen gesprochen“, sagte Pfarrer Dirk Bingener, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). „Wie sehr vertraut er auf die Jugend, traut ihr etwas zu und fordert sie heraus, Verantwortung zu übernehmen. Deutlich spricht er die drängenden aktuellen Fragestellungen unserer Zeit an, weicht nicht aus und steht für eine gerechte und barmherzige Welt ein. Dabei ist der Dialog mit ihm keine Einbahnstraße.“ Der Papst betone, dass die Kirche von den Jugendlichen lernen könne. „Es waren für die Jugendlichen hier in Polen Tage der Orientierung, der Ermutigung und vor allem der Begegnung und Gastfreundschaft. Diese Erfahrungen haben sie im Gepäck, wenn sie nun wieder nach Deutschland zurückkehren.“

Text: BDKJ e.V.
30.07.2016